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Beliebt und präzise – Potentiometrische Titration gemäß europäischem Arzneibuch

Bei der Analyse von Rohstoffen gemäß europäischen Arzneibuch-Monographien wird deren Gehalt häufig über eine potentiometrische Titration nach Kapitel 2.2.20 bestimmt. Bei dieser „volumetrischen Titration mit potentiometrischer Endpunktbestimmung“ wird der Endpunkt durch Aufzeichnen der Änderung der Spannungsdifferenz zwischen zwei Elektroden – einer Mess- und einer Bezugselektrode bzw. einer kombinierten Elektrode – in Abhängigkeit vom Volumen der zugesetzten Maßlösung ermittelt.

Welche Messelektrode verwendet werden sollte, hängt von der Art des zu bestimmenden Bestandteils der Substanz ab. Es kann eine Glas- oder eine Metallelektrode (zum Beispiel Platin, Gold oder Silber) sein. Bei Säure-Basen-Titrationen wird meistens eine kombinierte Glas-Silber/Silberchlorid-Elektrode eingesetzt.

Im Vergleich zur Bestimmung des Gehalts mit Hilfe chromatographischer Verfahren zeichnet sich die Titration als absolute Methode zur Gehaltsbestimmung durch eine höhere Präzision aus. Im Hinblick auf die engeren Spezifikationslimits bei Rohstoffuntersuchungen (häufig Gehalt: 98,0 – 102,0 %) ist dies ein erheblicher Vorteil.

HHAC ist mit dem zentralen Titrationssystem Titrando 907 der Firma Metrohm mit flexiblen Anschlussmöglichkeiten für Titrierstände, Dosiereinheiten, Rührern und Elektroden gut für diese Analysen gerüstet. Das Gerät wird über die Software tiamo 2.5 full gesteuert, die sämtliche Anforderungen erfüllt, die hinsichtlich der Datenintegrität an Pharmalabors gestellt werden. Dabei werden nicht nur reine Gehaltsbestimmungen von Rohstoffen regelmäßig mit Hilfe des Titrando 907 bei HHAC durchgeführt. Auch im Anschluss an Wirkstofffreisetzungsuntersuchungen aus Fertigarzneimitteln wird bei einigen Präparaten der freigesetzte Gehalt an Wirkstoff titrimetrisch bestimmt.